Es war im Jahre 1990, als sich eine Gruppe von Gerüstbauern aus der Wuppertaler Schwebebahn Gerüstbauwerkstatt Gutenbergstr. zusammenschloss, um den Bergischen Museumsbahnen (BMB)in Wuppertal-Kohlfurth bei den Ausbauarbeiten zur Streckenerweiterung nach Cronenberg, auf der Trasse der alten Straßenbahnlinie 5 mit ihrem Wissen zu unterstützen.

Ferner wurde in der Schwebebahn Gerüstbauwerkstatt der Wuppertaler Stadtwerke AG die Güterlore 729 von 1894 aufgearbeitet und für den Fahrbetrieb der Bergischen Museumsbahnen e.V. hergerichtet, wo sie bis Heute zu bewundern ist.
Aus dieser Gruppe entstand später die Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft, kurz VhAg, der Wuppertaler Stadtwerke.

Als nächstes großes Projekt stand 1992 die Aufarbeitung des alten Magirus Sirius LKWs an, der zu Straßenbahnzeiten in Wuppertal als Schienenpflegewagen im Einsatz war und mit deren Einstellung 1987 unbrauchbar wurde.

Einem Mitarbeiter der damaligen Deutschen Bundesbahn war es zu verdanken, dass der LKW über die Bergischen Museumsbahnen zur VhAg kam und dort in mühevoller Arbeit unter anderem nach seiner Sanierung mit einer Pritsche, sowie einer alten Straßenbahnachse aus Essen versehen wurde.

1996 fand man nach einem ersten Büssing Präfekten, den man vor dem Schrott bewahren konnte, einen weiteren Präfekten von der Dürener Kreisbahn (DKB), den man zum Teil schwer verrostet innerhalb von 24 Monaten aufarbeiten konnte und der bis Heute im Fuhrpark zur Verfügung steht.

Sein Highlight erlebte der Präfekt im Jahr 1999, als Star in dem deutschen Film \'84Der Krieger und die Kaiserin". In der Schlusseinstellung chauffierten Benno Fürmann und Joachim Kr\'f3l damals den Wagen.

Eine weitere Glanztat in Sachen Aufarbeitung stellten die aktiven Mitglieder der VhAg im Jahre 2000 beim ex Stadtwerke Solingen Wagen 160, einem Mercedes O305, der nach seiner Ausmusterung in Solingen von einer Privatperson gekauft wurde und später in den Besitz der VhAg überging, wo er durch stundenlange Entrostung und sonstige Restaurationsarbeiten komplett saniert ebenfalls bis Heute zur Verfügung steht und ebenfalls im typischen Solinger Lack sowie mit ex Wagennummer 160 geführt wird.
Angeregt durch die Regionale 2006 haben sich 2001 historische und vor allem verkehrshistorische Vereine aus dem Bergischen Städtedreieck ergänzt um Erkrath und Radevormwald zum "Bergischen Ring" formiert.

Auch die VhAg der Wuppertaler Stadtwerke ist Mitglied dieses Arbeitskreises. Ziel des Bergischen Ring e.V. ist es, die gesamte Region durch eine Verknüpfung von musealen, kulturellen und touristischen Höhepunkten zu beleben. Hierzu kann gerade die VhAg mit ihren historischen Omnibussen ihren Beitrag leisten.

Dazu wurden weitere Fahrzeuge angeschafft die bisher mit Eigenmitteln hergerichtet wurden. So entstand auch der Wagen 1209, ebenfalls ein O305, der ursprünglichen bei der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr als KOM 183 von 1985 bis 2001 lief und von 2002 bis 2003 restauriert wurde, danach als WSW 1209 Duplikat umgenummert und in den Fuhrpark aufgenommen wurde.

Ein weiterer Neuzugang unter den fahrfähigen Fahrzeugen der VhAg kam im Jahre 2004 in Form des dritten O305, dem ex Rheinische Bahngesellschaft Wagen 6637, welcher fast fahrtauglich in den Bestand übernommen werden konnte und seinen rot-weißen Rheinbahnlack behielt. Mittlerweile hat uns dieser im Jahr 2009 wieder verlassen. Er fährt nun wieder in seiner alten Heimat Düsseldorf.
Für weitere Infos und Bilder der einsatzfähigen und im Aufbau befindlichen Fahrzeuge der VhAg, bitte den Menüpunkt Fahrzeuge anklicken.
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